Montag, 22.04.2024 20:53 Uhr

Rheinmetall Highflyer ohne Ende?

Verantwortlicher Autor: Joachim Scheuermann Düsseldorf, 25.03.2024, 09:35 Uhr
Presse-Ressort von: Joachim Scheuermann Bericht 3704x gelesen
Rheinmetall Kursanstieg für zwölf Monate in Prozent
Rheinmetall Kursanstieg für zwölf Monate in Prozent  Bild: Joachim Scheuermann, Quelle: ariva.de

Düsseldorf [ENA] Rheinmetall hat sich seit einigen Handelstagen an die Spitze der teuersten DAX-Werte gesetzt und damit die Münchner Rückversicherung abgelöst. Mit dem gestrigen Schlußkurs von 500,40 € ist noch eine Menge Luft auf die teuerste DAX-Aktie der vergangenen 15 Jahre – VW.

Die Steigerung gegenüber vor 12 Monaten ist mit 205,28% atemberaubend, aber der Vergleich auf Wochenbasis seit 1990 ist mit 2.565,25% noch spektakulärer. Die Kursverdoppelung innerhalb von weniger als 12 Monaten führt im Langzeitchart zu der exponentiellen Steigerung, die zwar noch einige Zeit weitergehen, jedoch auch sehr schnell umschlagen kann. Zur Vorsicht mahnt in diesem Zusammenhang der Aktienverkauf des Vorstandsvorsitzenden. Erfahrungsgemäß gab es nach bedeutenden „Insiderverkäufen“ bei allen Aktien auf die derartige Verkäufe von Vorstandsmitgliedern zutrafen innerhalb eines bestimmten Zeitfensters bedeutende Rücksetzer.

Der gleitende 200-Tage-Schnitt für Rheinmetall liegt bei 294,845 was in Relation zum TSK einen Faktor von knapp 1,70 bedeutet. Der gleitende Durchschnitt wird von Tag zu Tag höher, jedoch ist das Verhältnis von Kurs zu GD sehr hoch, so daß eine Korrektur dieses Verhältnis nur über einen drastischen Kursrückgang erfolgen könnte. Noch scheint der Aufwärtstrend dieses Highflyers intakt zu sein. Gestützt wird der Kurs durch die nach oben gerichteten GD8 und höher.

Die publizierten Umsatz- und Gewinnzahlen für 2023 mögen durchaus respektabel sein, jedoch haben sich dennoch die Kennzahlen verschechtert, in Klammern sind die Zahlen des Vorjahres angegeben. Das Ergebnis ist auf 579 Mio € (535 Mio) gestiegen, aber das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist mit 25,93 (17,18) deutlich schlechter, sodaß dieser Wert eine Korrektur geradezu provoziert. Der Umsatz je Aktie ist gering auf 148,47 (147,99) gestiegen, aufgrund des stark gestiegenen Kurses ist deshalb das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) auf 1,93 (1,26) abgerutscht.

Demzufolge hat sich das Kurs-Buchwert-Verhältnis drastisch verschlechtert, mit 4,18 (2,17) hat sich dieser Wert nahezu halbiert. Auch der Umsatz je Mitarbeiter hat mit 295,76 Tsd (299,50 Tsd) abgenommen. Womit die Integration neuer Mitarbeiter nicht den positiven Effekt hat, der angestrebt wurde. Kursziele aus der Vergangenheit abzuleiten verbietet sich, bei der Steigerung mit einem Kursanstieg um mehr als 25 % seit dem letzten Minitief vor zehn Handelstagen. zszh, Schwerkraft wirkt immer. t.me\prba.en-a.de

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