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79 Jahre Kriegsverbechen an Bevölkerung Dresdens

Verantwortlicher Autor: Joachim Scheuermann Dresden, 13.02.2024, 09:35 Uhr
Presse-Ressort von: Joachim Scheuermann Bericht 5309x gelesen
Dresden restaurierte Kulisse
Dresden restaurierte Kulisse  Bild: Joachim Scheuermann

Dresden [ENA] Am 13. Februar 2024 jährt sich zum 79. Mal der verheerende Bombenangriff auf das Elbflorenz – wie des Deutschen Reiches schönste Großstadt – bezeichnet wurde. Dresden war unbefestigte Lazarettstadt und Ziel der Flüchtlingstrecks aus Schlesien. Der 13. Februar ist wie 1945 ein Faschingsdienstag.

Zeitzeugen, die Zeugnis über dieses Kriegsverbrechen ablegen können, werden immer weniger. Zudem haben viele ihren Schmerz und ihren Kummer in sich vergraben und über Jahrzehnte über die Geschehnisse geschwiegen. Deshalb ist es auch der gP möglch gewesen, ungeachtet anderer Einflüsse, die Anzahl an Toten schönzureden. Mit entscheidend ist die Tatsache, daß bei den Temperaturen in dem Dresdner Feuersturm ungezählte Opfer bis zur Unkenntlichkeit regelrecht pulverisiert wurden, ähnliches wird auch von Hiroshima und Nagasaki berichtet.

Ein weiterer Fehler war, daß die Nachkriegsverwaltungen im Westen wie im Osten, dieses Kriegsverbrechen, wegen vermeintlicher Schuld bzw. Anbiederung, ebenfalls über Jahrzehnte tabuisiert haben. Den gleichen Fehler begeht die aktuelle Verwaltungsexekutive, die zu vergleichbaren Geschehnissen in der Levante schweigt, anstatt die an einer Zivilbevölkerung begangenen Greuel zu benennen und Zurückhaltung der entsprechenden Akteure einzufordern.

Die Haager Landkriegsordnung von 1907 ist anerkanntes Völkerrecht. 1945 waren die Vereinigte Staaten von Amerika, das Königreich Großbritannien und Frankreich Signatarstaaten, da die Verträge in diesen Staaten ratifiziert waren. Gem. Art. 25 Über Unverteidigte Stätten dieses völkerrechtlich bindenden Vertrages ist es untersagt, unverteidgte Städte, Dörfer u.a. bewohnte Gebiete, mit welchen Mitteln auch immer zu beschießen. Das Abwerfen von Bomben ist dem Beschießen gleichzusetzen. In der Haager Landkriegsordnung wurde versucht das Verhalten der kämpfenden Mächte so abstrakt als möglich in Hinblick auf den Schutz der Zivilbevölkerung zu beschreiben und zu reglementieren.

Wer sich nicht daran gehalten hat, waren die westlichen Alliierten. Über Paris wurde nichts berichtet, daß es 1939 oder 1940 beschossen oder bombardiert worden sei. Lazarettstädte sind von Kriegshandlungen zu verschonen. Dresden war auf Luftangriffe nicht vorbereitet gewesen, da Lazarettstadt. Nur wenige Keller waren abgestützt, Luftschutzbunker Fehlanzeige. Die überwiegende Zahl der Keller war ungeschützt. Glücklich konnte sich schätzen, falls dieses Haus nicht getroffen wurde. Während des Angriffs ging alles drunter und drüber. Wurde ein Haus getroffen mußten die Bewohner versuchen, sich durch Kellerluken zu retten. Wer außen war, mußte sich vor der ungeheuren Hitze schützen, die selbst am Großen Garten spürbar war, wie berichtet wird.

„ „Nox Diabola“, so wird man vielleicht einmal sagen, wenn man langsam die Gedanken ordnen kann. Nox Diabola! Die Nacht von Dresden ist mehr. Sie enthüllt in einer schnonungslosen, ja schaurigen Weise die geistige und seelische Krankheit, die Umnachtung, von der dieMenschen Europas und die der ganzen Welt befallen worden sind.“ Zitat aus der Tod von Dresden, publiziert 1951.

Der Untergang Dresdens war in der Nacht der Nächte hunderte Kilometer weit als Widerschein am Horzint zu sehen und für viele nur zu erahnen. Tagelang brannte die Stadt, kilometehohe Rauchsäulen standen über dem viele quadratkilometergroßen Trümmerfeld. Dieses erstreckte sich von der Friedrichstadt bis Blasewitz, von dem Hechtviertel im Norden bis Räcknitz und Strehlen. Dresden war nach dem Feuersturm, hervorgerufen durch die Kombination aus Spreng-, Brand- und Phosphorbomben, tot!

Zitat Gerhart Hauptmann im Februar 1945 in „Der Tod von Dresden“ von Axel Rodenberger: „Ich bin nahezu dreiunachtzig Jahre alt und stehe mit einem Vermächtnis vor Gott, das leider machtlos ist und nur aus dme Herzen kommt: es ist die Bitte, Gott möge die Menschen mehr lieben, läutern und klären zu ihrem Heil als bisher.“ Jene die überlebten mußten in der Folgezeit mit Tieffliegerangriffen durch Alliierte Jäger rechnen.

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