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September = Goodwood Revival

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Goodwood, 02.10.2026, 15:25 Uhr
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Goodwood Revival
Goodwood Revival   Bild: Erich Hein

Goodwood [ENA] Man muss nicht, aber man sollte, wenn auch nur einmal, aber dann richtig. Drei Tage, drei Abende , dreimal Goodwood Revival. Erinnerungen werden bleiben an den historischen Motorsport gepaart mit dem Lifestyle der goldenen Ära von 1948 bis 1966, die uns immer wieder fasziniert, ...

die aber auch allzu oft glorifiziert wird. Hier beim Revival spürt man drei Tage lang eine Leichtigkeit die sich anfühlt als wäre man nicht im Hier und Jetzt. Die mit sicherer Hand vom Duke of Richmond ausgewählte Boliden und ihrer Fahrer garantieren seit über 20 Jahren mitreißendes Motor-Sport und ein Theaterspektakel vom feinsten. Hier vereint man bedeutendste Rennwagen und Motorräder mit einer viel Zahl legendärer Fahrer von einst und den Stars von heute. Stilecht, die gesamte Anlage einschließlich der Boxengasse.

Wieder einmal hat man den Nerv der Zeit getroffen, denn damals wie heute, sie ist geblieben, die Liebe zu Italien, die Unbeschwertheit und den dazugehörigen Glamour. Gans im Sinne von „ La Dolce Vita“ feierte das Revival die Höhepunkte italienischer Kultur, italienischen Stils und des italienischen Automobilbaus. Eine Hommage an das 100-jährige Rennjubiläum von Maserati und den anhaltenden Einfluss von Maserati auf den Rennsport und Automobil-Design stand eindeutig im Fokus. Eine bemerkenswerte Sammlung von Rennfahrzeugen die sich in der September-Sonne auf der Rennstrecke tummelten, einfach herzerwärmend.

Ein Kultobjekt, der Liebling der jung und junggebliebenen die „Vespa „. Zu ihrem achtzigsten Geburtstag konnte sie so richtig zur Größe aufsteigen. Über 300 dieser Zweirad- Boliden aus der Zeit vor 1967 fuhren mit oder ohne Beifahrer das Eröffnungsrennen. Einfachheit pur und doch so genial. Nicht minder genial war der Auftritt von allen drei Ford GT MKII die 1966 den historischen Dreifachsieg von Ford bei den 24h von Le Mans sicherten. Ein Traumbild auf der Rennstrecke und am Dunlop-Stand im Earl-Court. Apropos Reifenmarke Dunlop: Dunlop gehörte zu den Gründungssponsoren des Goodwood Motor Circuit. Hatte man gar nicht mehr auf dem Schirm. Oder?

Ohne Ehrung von Personen oder Institutionen geht hier in Goodwood gar nichts, es gehört einfach dazu. Dieses Jahr, standen sogar zwei Persönlichkeiten im Focus: „Sir Jack Brabham“ und „Barry Sheen“. Bei“ Sir Jack“ feierte man sowohl den 100. Geburtstag und zugleich den 60. Jahrestag seines dritten Formel-1-Weltmeistertitels. Jack`s Sohn David geboren in Wimbledon, war mit von der Partie und zeigte sein Können auf und an der Strecke. Fünfzig Jahre ist es nun her dass „Barry Sheen“ seinen ersten Weltmeistertitel einfahren konnte. Zu diesem Anlass gab es eine Präsentation von Weltmeisterfahrzeugen. In dieser Form nur beim Revival zu sehen.

Samstag ist Auktionstag und das Auktionshaus Bonhams konnte einige gute Geschäfte abschließen, wie ein Dino Ferrari 246 GTS von 1973 310.500 Pfund, ein Aston Martin 2-Litre Speed Model von 1936 erzielte 345.000 Pfund. Gab aber auch schon bessere Geschäfte!!! Wie immer ist das eigentliche Herzstück+ vom Revival das unvergleichliche Rennprogramm. Faszinierend wie die Piloten kämpfen und sich aufregende Duelle liefern.

Der Höhepunkt des Wochenendes, also der Showdown war eindeutig das prestigeträchtigste Rennen, ein einstündige Wettbewerb für GT-Fahrzeuge mit geschlossenem Cockpit mit einem Weltklasse-Fahrerfeld wie die Formel1-Weltmeister von 1997 und 2009, Jacques Villeneuve und Jenson Button, der viermalige IndyCar-Champion Dario Franchitti, der dreimalige Daytona-24-Stunden –Sieger Scott Dixon und der Revival- Debütant der viermalige Indy500-Sieger Hèilo Castroneves die RAC TT Celebration am Sonntagnachmittag.

Das Duell der Piloten entschieden schließlich Andre`Lotterer und Lukas Halusa für sich. Zu den weiteren Rennsport-Highlights zählte die Rückkehr des Lavant Cups mit einem spektakulären Starterfeld aus Ferrari-und Maserati-Sportwagen der 1950er Jahre. Maserati 250S mit Richard Wilson am Steuer gewann das Rennen. Bei der Sterling Moss Memorial Trophy starteten die Piloten in der späten Stunden am Freitag. Jaguar E-Types, Aston Martinn DB4, GTs und Ferrari 250 SWBs lieferten ein tolles Rennen. Auf zwei Rädern, also den Motorrädern, beim Barry Sheene Memorials hatte eine Vincent Black Shadow die Nase vor. Goodwood wäre nicht Goodwood, wenn man nicht auch den Nachwuchs im Blick hätte.

Beim Settrington Cup sind die kleinen Fahrer- und Fahrerinnen in ihren Austin J40 die Stars auf der Rennstrecke. Im perfekten Le-Mans-Stil rein in den Austin, trampeln was das Zeug hält und dann ab ins Ziel. Freude pur bei Eltern und Zuschauern. Joshua Pearce erzielte den Gesamtsieg. Leute, den Namen muss man sich merken. Abwechslungsreich und ohne Langeweile ging es auf dem gesamten Gelände zu. Ob nun beim Flanieren, beim Bummel an den diversen Verkaufsständen oder die Kindheitserinnerung auf dem historischen Jahrmarkt. Mit Bier und Hot Dog am Holztisch sitzend, die Spitfire am Himmel und die Vorfreude im Herzen auf das nächste Goodwood Revival beginnend am 17. September 2027.

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